Energiesparhäuser erfreuen sich zunehemender Beliebtheit.

Schließlich verursachen Privathaushalte in Deutschland ca. 30% des Energieverbrauchs.

KfW Effizienzhaus 70

KfW Effizienzhaus 70 (ehemals KfW 60 Haus) bezeichnet Häuser mit einer energetischen Mindesteffizienz. Diese richtet sich nach der EnEV, in welcher die Kriterien für den modernen, effizienten Baustandard (KfW Effizienzhaus 100) festgelegt sind. Das KfW Effizienzhaus 70 darf davon nur 70% der Energie verbrauchen. Diese Kategorisierung hat auch Auswirkungen auf die Förderung durch die KfW. Daraus ergibt sich der Name KfW Effizienzhaus 70.

Definition KfW Effizienzhaus 70

 

Im Vergleich zum Haustyp KfW Effizienzhaus 55 (ehemals KfW 40) sind beim KfW Effizienzhaus 70 (ehemals KfW 60) die Förderkriterien weniger streng. Denn die Verbesserungen zum Maßstab KfW Effizienzhaus 100 (Niedrigenergiehaus) nach EnEV fallen auch geringer aus:

  1. Der Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) darf nicht mehr als 70% des Höchstwertes der EnEV für das Referenzhaus 100 betragen (daher KfW Effizienzhaus 70).
  2. Zudem muss der Transmissionswärmeverlust den Höchstwert der EnEV um mindestens 15% unterschreiten (nicht mehr als 85% des Höchstwertes).

Förderung beim KfW Effizienzhaus 70

 

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert mit zinsgünstigen Darlehen den Erwerb oder Bau von energiesparenden Häusern. Ein Haustyp heißt dabei KfW Effizienzhaus 70 (ganz früher KfW 60).

Bedenken Sie bei der Frage Effizienzhaus 70 nicht nur die unmittelbaren Förderungen, die sich je nach gesetzgeberischer Aktivität auch schnell ändern können. Für Wert, Werterhalt und Verkaufsfähigkeit spielen solche Normen eine wichtige Rolle. Denn als Käufer kann man sich relativ gut und halbwegs sicher daran orientieren. Wenn Ihnen diese Dinge also wichtig sind, sollten Sie nicht nur in Punkto Energiepreise und Energiewende genau überlegen, welche Kriterien foraml erfüllt werden sollten.

KfW Effizienzhaus 55

Das KfW Effizienzhaus 55 (ehemals KfW 40 Haus nach EnEV 2007) hat seinen Namen von einer Förderkategorie der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau). Diese fördert nach EnEV den Bau bzw. Kauf von energiesparenden Immobilien mit zinsgünstigen Darlehen. Ein Kriterium bzw. Klasse dabei ist der Haustyp KfW Effizienzhaus 55 (ehemals KfW 40 Haus nach EnEV 2007). Es gibt nach EnEV 2009 aber wieder ein KfW Effizienzhaus 40, daher bestehen hier häufig Unklarheiten.

Definition KfW Effizienzhaus 55

 

Für ein KfW Effizienzhaus 55 (früher KfW 40 Haus) darf der Energiebedarf pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr im Bezug zum Standard (100%, das so genannte Niedrigenergiehaus (KfW 100) nach EnEV) nur 55 % so viel Energie verbrauchen, also im Ergebnis 70 % weniger als das Referenzgebäude. Das führt zu einem maximalen Jahres-Primärenergieverbrauch von 40 kWh/m2 Nutzfläche (daher KfW 40 Haus):

  1. Der Jahres-Primärenergiebedarf (Qp) (= Gesamtenergieverbrauch eines Gebäudes) darf 40 kWh pro Quadratmeter nicht übersteigen.
  2. Der Transmissionswäremverlust (=Wärmeverlust nach außen) muss um mindestens 45% unter dem Höchstwert der EnEV liegen.

Dies erreicht man üblicherweise durch Luftdichtheit mit zentraler Lüftungsanlage und Wärmerückgewinnung bis ca. 80%. Auch eine moderne Heizung mit regenerativen Energiequellen und guter Dämmung sowie eine Ausrichtung nach Süden mit entsprechender Bauweise und Fensterfronten sind empfehlenswert.

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